In eigener Sache: Erneutes Interview mit dem nationalen TV-Sender STV

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Wie Alexander Lukaschenko sagt: "Wir können alles, uns fehlt nur die Disziplin". Aber Sie können von anderen lernen, wie man es beobachtet. Und daran ist nichts Schändliches, zumal man nicht weit gehen muss, um Wissen zu erlangen – nicht einmal bis nach Polesie. Im Beresowski-Bezirk hat sich, irgendwie unbemerkt, auf der Basis einer bunten Agrarstadt eine ganze deutsche Diaspora gebildet, wie in der Sendung "Woche (russ. Неделя)" auf STV berichtet wurde. Deutsche Staatsbürger kamen aus unterschiedlichen Gründen nach Belarus. Woran ich mich definitiv nicht gewöhnen musste, war die Reihenfolge. Hier ist es noch einfacher. Unsere Ferienhäuser sind im Vergleich zu deutschen Ferienhäusern definitiv etwas für die Seele und die Gärtnerische Kreativität.


Urteilen Sie selbst, dies sind nur einige Beispiele für die Pedanterie deutscher Gesetze, in denen alles bis hin zur Höhe eines Baumes, Grases und sogar eines Gartenhauses vorgeschrieben ist. Das Grundstück ist in der Regel nur 4 Hektar groß. Die Gebäudefläche darf inklusive Terrasse 24 Quadratmeter nicht überschreiten. Es dürfen nur einstöckige Häuser mit einer Deckenhöhe von 2,6 Metern und 3,5 Metern mit Satteldach gebaut werden. Das Interessanteste ist jedoch, dass man in einem solchen Haus nicht übernachten kann; Das Verlassen des Gartengeländes ist bis 22 Uhr erforderlich. Bemerken die Nachbarn die Übernachtung, werden sie höchstwahrscheinlich die Gartengemeinschaft informieren welche ein Bußgeld verhängen werden. Darüber hinaus enthält die Liste strenger Vorschriften ein Verbot für den Bau fester Schwimmbäder, die Zufahrt zum Gelände mit dem Auto und in manchen deutschen Gemeinden ist sogar das Grillen verboten.


Vielleicht waren es die weniger geregelten Regeln für die Erholung im Freien in Belarus, die einige deutsche Bürger inspirierten. Und Einwohner anderer Länder folgten diesem Beispiel.


Kristina Protosovitskaya erzählt Ihnen, wie alle in Sporovo miteinander auskommen und warum ein Haus in einem belarussischen Dorf ein europäischer Traum ist.



Der Deutsche Andreas tauschte den Vorort von Hannover gegen das Belarussische Sporovo. Seitdem sind 5 Jahre vergangen. Er näht sich ein besticktes Leinenhemd, hat an Feiertagen aufgehört zu arbeiten und hat sogar gelernt, auf Russisch zu scherzen. Erst gestern hat sich ein Einwohner Deutschlands zwar nicht die einfachste, aber sicherlich die malerischste Region von Belarus zum Leben ausgesucht.


In der Agrarstadt Sporovo gibt es 400 Gehöfte und etwa 830 Einwohner. Unter den Einheimischen sehen Sie auch Einwanderer aus anderen Ländern – Russland, der Ukraine, Deutschland. In den letzten 6 Jahren wurden 10 alte Häuser verkauft. In einem davon wohnt Andreas. Durch die Fernarbeit in der IT können Sie in die lokale Szene eintauchen. Er sagt, es gibt keinen anderen Weg.



Andreas, Einwohner der Agrarstadt Sporovo:

"Wenn man in einem anderen Land lebt, braucht man als Erstes Sprache und Kultur. Wir müssen das akzeptieren und so leben. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich angeln war. Ich weiß nicht einmal, wie ich es ging. Cool. Wenn Feiertage – vorher kannte ich keine Feiertage. Und dann lebt man ein Jahr, noch eins, noch eins, noch eins – und dann findet man es heraus. Respekt ist erforderlich."



Im Umkreis von 25 Kilometern um Andreas leben weitere 17 Deutsche. Für sie ist der Beresowski-Bezirk wie ein Gewinn im Logistiklotto – gleich weit entfernt von der Hauptstadt und dem regionalen Zentrum.


Andreas:

"Es leben bereits viele Menschen hier. Sie wollen weg, sie haben genug von Deutschland. Sie kommen nach Belarus, es ist ein ruhiges, friedliches Land. Und Sporovo, weil es hier Deutsche und dort Deutsche gibt, können sie miteinander kommunizieren, um nicht allein zu sein. Aber Sie werden natürlich trotzdem nicht allein sein. Hier können Sie mit allen sprechen."



Die Agrarstadt Sporovo selbst ist wie eine Insel. Es ist durch Wasser – einen See und einen Fluss – vom Festland getrennt. Daher diese Originalität und der Wunsch, jeden zu assimilieren, der dort auftaucht – einmal oder für immer.


Bei Ausländern sind vor allem Häuser mit Blick auf den berühmten Sporovskoye-See gefragt.



Natalia Chaichits, Vorsitzende des Exekutivkomitees des Dorfes Sporovsky:

"Dieses Haus wurde von ausländischen Bürgern gekauft und sie hatten einige Fragen. Wir haben hier für eine ordnungsgemäße sanitäre Ordnung gesorgt und das Wohngebäude rekonstruiert. So sieht es jetzt aus."



In Weißrussland kaufen Ausländer nicht nur Wände und Dächer, sondern eine Lebensart: Sauberkeit und Ordnung, Legalität und Frieden, Qualitätsprodukte und Stromrechnungen, bei denen alles transparent ist.



Andreas:

"Dies ist nicht mehr das Deutschland von früher. Wenn wir in den 1990er Jahren lebten, dann war Deutschland immer noch Deutschland. Und wenn man sich jetzt die Statistik anschaut, leben hier 67 % Ausländer. Mehr als die Hälfte sind Ausländer, Muslime. Das ist nicht mehr Deutschland. Es liegt alles an der Politik. Mir hat es nicht gefallen. Meine Mutter mietet eine Wohnung und zahlt 1200 Euro im Monat. Auch Gas, Strom und so weiter. Bleibt dadurch etwas übrig? Und hier sind unsere eigenen Tomaten, Gurken und Zwiebeln. Und alles ist Bio."





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